Un-Lebendigkeit
Aktualisiert: 17. Okt.
Unlebendigkeit scheint wie die Abwesenheit des Lebendigen zu sein. Doch was wäre, wenn genau in dieser leblosen Starre der Unlebendigkeit die Lebendigkeit geboren wird? Wenn die scheinbar verlorene Kraft in der tot geglaubten Stille wiederentdeckt wird.
Wie ein abgestorbener Baumstamm, der neues Leben gebärt, indem er neues Wurzelwerk bildet und neue Äste hervorsprießen lässt.
So lässt das Leben auch erkennen, dass in allem eine ewig sprudelnde Kraftquelle innewohnt, die jede noch so kleine Zelle mit erquickendem, vibrierendem Leben füllen mag.
Eine Kraftquelle, die immerwährend daran erinnert, dass jede Starre Bewegung in sich trägt und dass jeder Tod eine Wiedergeburt bedeutet.
So erlebt man auch in tiefer Trauer, im tiefen Schmerz und im Leid eine gewisse Stärke, die von Hoffnung und Vertrauen geprägt ist. Sie ist manchmal leise, sanft und vielleicht kaum hörbar, aber stets allgegenwärtig.
Man kann beispielsweise in tiefer Trübsal schwelgen, während man von der Schönheit der Bäume, Pflanzen, Vögel und Schmetterlinge umgeben ist.
Un-Lebendigkeit in diesem Sinne ist wie ein verborgener Funke, dessen Zünder – das Lebensfeuer – niemals zu erlöschen vermag.
05.10.2026 - Meva Gülizar Elciyörük




Kommentare